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Hallo liebe BASS PROFESSOR-Leser, mein Name ist Franziska Plückhan, als Solokünstlerin nenne ich mich „Sissip“, und ich bin Bassistin, Sängerin und Produzentin aus Berlin. Ich bin mit etwa sechzehn Jahren zum Bass gekommen. Damals habe ich eigentlich noch Gitarre gespielt, aber im Schulmusical war noch der Bassposten frei, und da ich aus der überbesetzten Gitarrenfraktion diejenige mit den größten Händen war, habe ich den Job bekommen – von da an war ich Bassistin.

Bass Professor 2/2017, Lady On Bass: Franziska Plückhan

E-Bass studiert habe ich an der BSM in Köln (Chris Hees), danach an der Musikhochschule (Prof. Dave King) und der Popakademie (Frank Itt) in Mannheim. Jetzt arbeite ich als Freelancer, spiele in diversen Bands und Projekten, arbeite als Studiobassistin, z.B. für das Studio „Clouds Hill“ in Hamburg, da habe ich es bereits auf einen Track von Peter Doherty geschafft, und arbeite gelegentlich als Produzentin für andere Künstler.
Einen großen Fokus lege ich auf meine eigene Musik, ich bewege mich irgendwo im experimentell elektronisch angehauchten Pop Bereich.

Mittlerweile arbeite ich viel mit der Software Ableton Live, da diese mir als Solokünstlerin auf der Bühne ganz neue Möglichkeiten der musikalischen Darbietung eröffnet. Zudem habe ich eine große Schwäche für Synthesizer entwickelt und jage meine Bässe gerne durch diverse Effektgeräte. Meine ersten Songs habe ich jedoch entweder am Klavier oder an der Gitarre geschrieben.

Als ich zum Bassspielen kam, war es für mich ein ganz natürlicher Schritt, den Bass auch zum Songwriting zu verwenden. Ich habe schnell entdeckt, dass es für mich viel spannender ist, eine neue Technik, wie Slappen oder Tapping, anhand eines extra dafür geschriebenen Liedes zu üben.

Irgendwann habe ich ein kleines Singer/Songwriter Programm für Bass und Gesang zusammengehabt und habe die Stücke für das Album „Sissip (Songs for Voice and Bass Guitar)“ aufgenommen. Nachdem mit den Aufnahmen lange Zeit nichts passiert ist, habe ich das Album nun endlich in digitaler Form auf meinem neu gegründeten Label veröffentlicht. Es ist immer etwas besonderes diese Songs live zu spielen. So gerne ich spannendes Equipment und verrückte Sounds liebe, ich genieße es jedes Mal, mich nur mit einem Bass, oft gehe ich sogar nur mit einem Preamp oder Topteil, direkt über DI in die PA, auf die Bühne zu stellen und los zu spielen.

Aktuell spiele ich einen Lakland 55-94 DLX 5 Saiter und einen Human Base BaseX 6 Saiter. Auch ein Yamaha SLB 200 kommt öfters zum Einsatz. Aus transporttechnischen Gründen bin ich großer Mark Bass Fan. An Effekten benutze ich alles von Laptop, Plugins und Midicontroller über den Line6 M9 bis hin zu diversen Bodentretern wie den Moogerfooger Bassmurf oder Strymon Timeline.

Zu meinen Lieblings-B assisten gehören Esperanza Spalding, Pino Palladino und James Jamerson. Das Album „Sissip (Songs for Voice and Bass Guitar)“ ist in allen gängigen Onlineshops vertreten. Ich würde mich freuen, wenn ihr mal rein hört!

Weitere Infos gibt es unter: www.sissip.com






Bass Professor 4/2015, Lady On Bass: Ute Behrends

Hallo liebe BASS PROFESSOR-Leserinnen und Leser, ich habe von der Rubrik „Lady on Bass“ gehört und dachte mir, das ist doch was für mich! Zudem habe ich einen aktuellen Anlass euch zu schreiben ist, denn ich habe mit meiner Band „Harpface & the Heydays“ gerade meine erste CD veröffentlicht.


Zum Bass bin ich 1986 gekommen. Im zarten Alter von sechzehn Jahren lernte ich damals einen Musiker kennen, der Bass in einer Band spielte. Ich war von dem Instrument völlig fasziniert! Für zarte DM 15,– hat er mir einen alten, mit PVC bezogenen Höfner Bass verkauft und mir gleich etwas Unterricht gegeben. Wie es so kam, lernte ich auf dem Schulhof weitere MusikerInnen kennen, die im Rahmen der Musikschule des Landkreises in einer Band spielten. Mit dem Einstieg in diese Schulband nahm ich ab diesem Zeitpunkt Bassunterrichts an der Musikschule des Landkreises. Der Bassunterricht wurde damals von einer Frau geleitet. Das war damals sehr selten, dass Frauen Bassunterricht gegeben haben.

Parallel absolvierte ich Ende der achtziger Jahre in einem Oldenburger Musikladen ein Schulpraktikum. Dort lernte ich die unterschiedlichsten Leute und Musiker kennen, die bis heute zum Teil noch meine Freunde sind. Und während dieses Praktikums habe ich auch zum ersten Mal etwas von Jaco Pastorius gehört, der zu dieser Zeit jedoch bedauerlicherweise verstarb. Ich war sofort völlig geflasht von seinem Bassspiel und bin seitdem ein großer Fan.

Anfang der 90ziger Jahre wechselte ich zur Musikschule der Stadt Oldenburg. Dort habe ich von dem Bassisten Ede Brumund-Rüther Unterricht erhalten. Der Unterricht bei ihm hat mich nicht nur musikalisch weitergebracht, ich habe auch menschlich viel von ihm gelernt. Zudem habe ich an den Jazz- und Jazz-Rock Band- Workshops der Oldenburger Musikschule gern teilgenommen.

Bis heute merke ich immer wieder, wie mich diese intensive Zeit musikalisch und menschlich geprägt hat. Fortan wusste ich, wie man eine Probesession aufbaut, wie man Stücke analysiert, sich in Disziplin übt und Verantwortung übernimmt. Gern arbeite ich am Groove und setze mich mit Harmonielehre auseinander. Irgendwann löste ich mich auch von dieser Musikschule und suchte mir verschiedene Bands. Ich spielte eine Zeit lang in einer psychedelischen Punkband und probierte später verschiedene Blues- und Rockbands aus. In dieser Zeit entwickelte ich zudem zwei musikalische Standbeine. Das eine war der Reggae bzw. Ska, das andere war der Jazz.

Damals spielte ich auch in einer reinen Frauenband namens „Sugar&Spice“. Wir haben Reggae und Ska gemacht, viele Gigs gespielt und eine Single aufgenommen. Hier kam ich zum ersten Mal in Kontakt mit der Arbeit im Studio und einem professionelleren Musizieren. Später nahm ich noch mit anderen Bands Stücke auf, die auf verschiedenen Samplern erschienen. Die Sampler hießen „Friesland Rockt“ oder „Music for these People“.

Als kleine Anekdote möchte ich hier erwähnen, dass wir mit der Frauenband unsern Proberaum im friesischen Varel mit einer befreundeten Garagenband teilten. Diese Garagenband verzierte den gemeinsamen Proberaum mit Postern von leicht bekleideten Damen... Wir nahmen dies mit Humor, was von den Musikerinnen, die sich bei uns zwischendurch vorstellten, nicht behauptetet werden konnte und leichte Verwirrungen hinterließen... Außerdem hat sich aus einer sehr kreativen Studentenkneipen-Szene meine Comedy Band „Prolo 2000“ Anfang der 90ziger Jahre entwickelt. Mit dieser Band spiele ich bis heute zusammen! Das Programm ist weit gefächert: wir covern alte Schlager, spielen Stücke von AC/ DC und bringen Kostüme, schrägen Humor und Comedy mit ein.

Bass Professor 4/2015, Lady On Bass: Ute Behrends

Im Jahr 2011 entstand dann meine aktuelle Rock-Soul-Blues-Band „Harpface & the Heydays“. Ich wurde von dem Sänger Jürgen Schnieders und meinem alten Kumpel Rainer Söchting gefragt, ob ich mit ihnen nicht eine neue Band starten möchte. Die anderen Mitstreiter waren schnell gefunden, und wir alle brachten aus unseren unterschiedlichen musikalischen Richtungen Vorschläge ein, um zunächst mit dem Covern unserer Lieblingsstücken ein Repertoire zu schaffen. Das klappte ziemlich gut und machte viel Spaß!

Mittlerweile haben wir einige Auftritte auf dem Kerbholz und die CD ist veröffentlicht. Deshalb sind wir nun dabei, unsere eigenen Stücke zu schreiben. Mir gefällt die Stimmung innerhalb der Band, da wir zielstrebig arbeiten, einen schrägen Humor besitzen und unsere kreativen Vorstellungen einfl ießen lassen können.

Ich habe mich immer wieder gefragt, warum ich das Bassspielen so liebe, und warum es mir so wichtig ist. Mir gefällt einfach die Tiefe und die Wärme des Instruments. Ich mag seine Aufgabe, im Hintergrund zu bleiben und den Rhythmus mit der Melodie zu verbinden. Und ich liebe den Groove! Mein Bassspiel halte ich für nicht besonders virtuos. Doch es ist mir wichtig, wenig und solide zu spielen. Der Groove steht für mich an erster Stelle!

Allgemein gefällt mir am Musik machen und in Bands spielen auch die soziale Komponente. Über die Musik habe ich tolle und liebenswerte Menschen getroffen, Freundschaften geschlossen und so einige „Rock`n`Roll Abenteuer“ erlebt... Meine ersten Vorbilder am Bass waren Ende der achtziger Jahre zunächst Adam Clayton von U2 und Sting, von denen ich heute noch großer Fan bin.

Später entdeckte ich Motown, Soul und James Jamerson, der mich auch sehr beeinfl usst hat! Und natürlich liebe ich das Spiel von Jaco Pastorius! Er hatte einen Wahnsinnsgroove, hat sehr intensiv gespielt, mit viel Kreativität und Disziplin. Im Lauf der Jahre achte ich bei der Musik immer mehr darauf, was mich eigentlich berührt. Musik sollte etwas in mir ansprechen und kann unterschiedlicher Herkunft sein. Ich spiele eine Jazz Bass Kopie von Tokai (Baujahr 1978, Japan) über eine Hartke Anlage mit einer 4 x10“-Box von Ashdown. Da ich auf meinen Fingersatz achte und fl exibel spielen will, habe ich von meinem damaligen Basslehrer Ede Brumund-Rüther den Vorschlag übernommen, ein Band vom Bassgurt zum Kopf als Befestigung zu spannen. Damit muss ich nicht den Basshals bzw. das Griffbrett stützen und kann relaxed mit dem Vierfi nger-Satz spielen. Außerdem habe ich eine lange Daumenstütze über den Pickups angebracht, da ich gerne über unterschiedliche Anschlagabstände variabel den Sound gestalte. In meinem berufl ichen Leben bin ich Erzieherin und arbeite als Sozialpädagogische Familienhilfe ambulant in Familien. Neben dem Musizieren tanze ich auch gerne Salsa.

Herzliche Grüße an die Redaktion und alle BASS PROFESSOR LeserInnen!

Nicht vergessen, immer schön die zwei und die vier betonen!! Ute Behrends Info: www.harpface-heydays.de


Hallo liebe Bassgemeinde!
Mein Name ist Larissa Bode, ich bin 24 Jahre alt und studiere Bass an der „Hochschule für Musik und Tanz Köln“. Angefangen hat alles im zarten Alter von fünf Jahren als ich mit meiner Mutter in die Oper gehen durfte.

Bass Professor 4/2015, Lady On Bass: Larissa Bode

Ich war restlos gefesselt und fasziniert von der gesamten musikalischen Darbietung, vor allem aber von den Sängerinnen und Sängern. So kam es, dass ich in verschiedenen Chören sang, die mich teilweise bis zu meinem Abitur begleiteten. Mit acht Jahren durfte ich mir ein Instrument beim Tag der offenen Tür an der Musikschule aussuchen. Es wurde das Klavier. Ungefähr fünf Jahre später löste dann die Querfl öte langsam das Klavier ab. Sie ermöglichte mir viele Jahre wundervoller Trio -, Quartett - und Orchesterarbeit, was mein musikalisches Verständnis und Auffassungsvermögen sehr beeinflusst hat.

Bass Professor 4/2015, Lady On Bass: Larissa BodeMit sechzehn Jahren kam der Wunsch auf, etwas ganz anderes zu machen – eine andere Musikrichtung. Ich verspürte die Neugierde, mich mit modernerer und freierer Musik zu befassen und meinen klassischen Horizont mit Jazz Einflüssen zu erweitern. Gitarre wollte ich nicht lernen, denn Bass fand ich einfach sexy. Trotz meiner Passion zum Bass blieb die Querflöte wegen der vielen bestehenden Ensembles vorerst mein Hauptinstrument. Erst mit dem Abitur entschloss ich mich, mich mehr mit dem Bass und dem Jazz auseinanderzusetzen und war so begeistert, dass ich ein Musikstudium anstrebte. Zwei Jahre und viele Übestunden später machte ich die Aufnahmeprüfungsrunde mit und bekam neben den Musikhochschulen in Würzburg, Saarbrücken, Mannheim und Stuttgart einen Platz an der „Hochschule für Musik und Tanz Köln“. Hier habe ich neben vielen anderen tollen Dozenten Unterricht am E-Bass bei Marius Goldhammer und am Kontrabass bei Dieter Manderscheid.
Als Bassist hat man mehr Möglichkeiten auf die Musik einzuwirken, als manch einer vielleicht denkt. Düster, freundlich, zart, entschlossen, wild, zurückhaltend und noch vieles mehr gehört zu den Farben mit denen man arbeiten kann. Ich liebe diesen Facettenreichtum und spiele und singe deswegen auch in vielen verschiedenen Bands und Projekten, die von Funk, Soul, Groove über Pop-Rock zu Jazz und Weltmusik reichen. Die Vielfalt ist es, die mich zu diesem Beruf gebracht hat und ich hoffe sehr, dass diese auch noch lange anhalten möge! :) Danke fürs lesen, ich wünsche euch alles Gute! Larissa

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mein Equipment:
4-Saiter E-Bass von Gitarrenbau Herbert Müller, Köln-Longerich (Eschekorpus, Palisandergriffbrett, Ahornh als, Häussel-Pickups, passiv ). Ein vielseitig einsetzbarer Bass, leicht, durchsetzungsfähiger Sound, angenehme Bespielbarkeit.

4-Saiter Kontrabass von Diastrad Geigenbau Willi-Paul Balsereit bei Köln-Brühl; er hat einen abnehmbaren Hals, bietet einen vollen Klang und lässt sich toll bespielen.

Effektgeräte: EBS DynaVerb, E-Bow, DigiTech Bass Envelope Filter, Aguilar Octamizer, Boss RC-300

Verstärker: Ibanez Promethean P5110. Der ist klein, leicht, macht für die Größe echt Druck – gut zum fix einpacken!




Hallo, ich bin Laura Einhorn aus Berlin!
Es wäre vermutlich vermessen, mich als professionelle Bassistin zu bezeichnen – weder verdiene ich eine auch nur annähernd erwähnenswerte Summe Geld durch das Bassspielen, noch habe ich dieses unglaublich schöne Instrument studiert oder richtig beigebracht bekommen.

Laura Einhorn
Ich bin Autodidaktin, und lediglich das Buch „Bass for Dummies“, die Anforderungen meiner Mitmusiker und die anhaltende Motivation, die mir das Hören meiner Lieblingsbands verschaffte, kennzeichneten meine Lern- und Übeprozesse. Mittlerweile spiele ich seit zehn Jahren; im schwierigen Alter von 13 (betonen meine Eltern zumindest immer wieder) wünschte ich mir ein erstes Bassset zur Jugendweihe. Es bestand aus einem kleinen Ibanez-Combo, der auch heute noch mein Zimmer schmückt und sich passgenau ins Interieur einfügt, und einem Ibanez-Viersaiter mit Gurt und Plektren und allem Drum und Dran. Er war schwarz und sein zwölfter Bund sowie ein Teil seines Korpus von einem glänzenden Totenkopf gezeichnet – damals hielt ich das anscheinend aus irgendeinem unerfindlichen Grund für cool (noch mal: ich war 13!). Auch wenn ich ihn heute nicht mehr benutze, sind doch unzählige Erinnerungen in diesem Instrument archiviert: meine erste Band, die ersten Konzerte, Halloween-Partys oder politische Diskussionen mit Cappuccino im Proberaum (ja, wir waren in gewisser Weise spießig, hielten uns aber für in hohem Maße kultiviert!).

Den Drang, immer mehr zu lernen und mich zu verbessern, erhielten mir nicht nur meine Bandkollegen, sondern vor allem mein sich stetig in metallischere Gefi lde transformierender Musikgeschmack. Von der musikalischen Begeisterung für Green Day, Bad Religion und Bon Jovi ist heute nicht mehr viel übrig, auch wenn die anerkennende Ehrfurcht vor Größen wie diesen selbstverständlich bleiben wird.

Heute spiele ich einen Fünfsaiter von Yamaha, den ich von meinem Cousin geerbt habe, und ein Halfstack von Ampeg. Und: Ich spiele heutzutage ausschließlich ohne Plektrum! Jedes Mal, wenn diese dunkelblaue Schönheit von einem Bass seine klangliche Wucht durch meine Box direkt in meinen Magen schleudert, weiß ich, dass ich mich genau für das richtige Instrument entschieden habe. Ich habe nie Gitarre gelernt (und bin auch bis heute nicht über das Spielen von Grundakkorden hinaus gekommen), was leider meine Songwriting-Fähigkeiten merklich einschränkt. Dennoch bin ich vollkommen zufrieden damit, mir Bassistenwitze von meinen Bandkollegen anzuhören und Sprüche zu meiner winzigen Statur, die es teilweise so erscheinen lässt, als hätte der Bass mich in der Hand und nicht andersherum. Stimmt ja auch irgendwie! Ich diskutiere auch gern darüber, warum Frauen eigentlich so selten in Bands spielen und warum die, die es tun, zu 80 Prozent Frontfrauen sind und keine Instrumentalistinnen. Vermutlich würde allerdings ein gleicher Anteil von Männern und Frauen am Bass (bzw. an allen anderen Instrumenten) die Kategorie „Lady on Bass“ obsolet machen und mir daher nie die Chance geben, hier meine Phrasen niederzuschreiben. Vielleicht ist es also doch gut so, solange mein Text nicht auf pinkem Hintergrund gedruckt wird!

Derzeit bin ich, nach vielen angefangenen und unbeendeten Projekten, mit der Band Five Kiss Prophecy vorrangig in Berlin unterwegs und außerordentlich froh, mir mit diesem Hobby einen schönen Ausgleich zur Arbeit und Universität geschaffen zu haben. Auch wenn die Zeit, die ich für meinen Bass habe, häufig unter den anderen Sphären des Lebens leiden muss, möchte ich sie nicht missen. Ebenso wenig wie die Konzerte (auf oder vor der Bühne), meine fühlbare Begeisterung für tiefe Töne in der Magengegend, meine Möglichkeit, den Bass als autonomes Instrument zu sehen, das nicht nur Gitarren nachspielen muss. Und natürlich: Meine Mitmusiker und die großartigen Bands, die mir sowohl die Grenzen meines Könnens aufzeigen, denen ich aber auch all das zu verdanken habe, was ich mir die letzten zehn Jahre am Bass angeeignet habe. Als meine Vorbilder könnte man beispielsweise Evan Brewer bezeichnen, den (leider seit kurzem Ex-) Bassist von The Faceless. Auch John Deacon von Queen habe ich immer dafür bewundert, dass er dem Bass eine für den durchschnittlichen Musikhörer wahrnehmbare Dominanz verliehen hat. Ich bewundere technische Begabung mit ebenso großem Neid wie herausragende Kreativität. Bässe sind schließlich beabsichtigt andere Instrumente als Gitarren!

In diesem Sinne hoffe ich, dass jedem Hobby- Bassisten und jeder Hobby-Bassistin da draußen auch neben dem eigentlichen Brotverdienst die Freude am und die Zeit für den musikalischen Tiefton-Ausgleich erhalten bleibt! Viele Grüße, Laura

https://www.facebook.com/fivekissprophecy


Bass Professor 5/2014 - Ausgabe 77. Lady On Bass: Ana Orias BalderasErster Tonträger: eine „Best Of Elvis Presley“- Schallplatte – das war im Kindergarten. Mit 12: Led Zeppelin, Lynyrd Skynyrd, Pink Floyd, The Doors, Zappa, The Police, Jimi Hendrix. Klavierunterricht von 7 bis 14. Mit 14 einen alten E-Bass mitsamt 30 Watt Hosentaschen-Amp geschenkt bekommen. Da war die Sache klar: Ana spielt Bass! Was mich daran fasziniert? Wie es sich anfühlt, die Luft mit den tiefen Frequenzen zu bewegen, die durch den ganzen Körper dringen.

Heute bin ich 29, studierte BioGeo-Wissenschaftlerin, Mutter und Musikerin. Mein Sohn ist vier Jahre alt, und als Alleinerziehende konzentriere ich mich im Moment mehr auf Unterrichten und Studioaufnahmen als aufs Touren – also die Seite der Musik, die es mir erlaubt, abends zu Hause zu sein. Zu hören bin ich z.B. als Gastmusikerin für einen Song auf dem neuen Album der Reggae- und Worldmusic-Band Six Nation. Ich freue mich aber jetzt schon tierisch auf die Zeiten, wo ich wieder mehr „on the road“ sein und meine nomadische Seite wieder mehr ausleben können werde.

Zwei Jahre lang hatte ich an einer Musikschule Bassunterricht, mittlerweile habe ich in Peter Sonntag meinen Lehrer gefunden, der mir auf meinem Weg eine große Hilfe ist. Besonders einschneidend war für mich das Warwick Basscamp 2013, wo ich während einer Woche mit 80 Teilnehmern und der Crème de la Crème der Basswelt lernen, reden, jammen und eine gute Zeit verbringen konnte. Aber mehr noch als über das Bassspielen habe ich auf diesem Weg über mich gelernt! Musik ist mein Weg zur Selbstverwirklichung, die Musik bringt mich zu neuen Orten, neuen Erfahrungen, neuen Menschen, neuen Welten. Und auch zur Frage: Wie will ich wirklich leben? In diesem Frühjahr fällte ich die Entscheidung: GEGEN acht Stunden täglich als Wissenschaftlerin im Büro, FÜR 100% Musik!

So arbeite ich mittlerweile an verschiedenen privaten Musikschulen und habe auch private Schüler. Mein Fazit nach einem halben Jahr: das Musikerleben läuft zügig und gut an!

Ich bin Tochter eines Bolivianers und einer Deutschen, somit bin ich selbst eine Fusion, ein lebendes Beispiel für die Neugier auf andere Kulturen. Das Interesse an Rhythmen und Instrumenten aus anderen Kulturkreisen gehört immer schon zu mir – ein weites und faszinierendes Feld. Mein Herz schlägt für Latin, Funk, Jazz, Fusion, Rock und Reggae – und alles dazwischen!

Bass Professor 5/2014 - Ausgabe 77. Lady On Bass: Ana Orias Balderas
Ein tolles Instrument, das ich seit kurzem besitze, ist eine Guimbri: ein dreisaitiger marokkanischer Bass aus Holz und Leder, bespannt mit Darmsaiten. Ansonsten spiele ich seit 2011 einen Sandberg Bullet TM4 Zebra Voodoo, außerdem einen elektrischen Upright von Steinberger und einen Kontrabass. Mein neuestes Instrument ist ein Akustikbass von Cassandra Elk, ein Klaus Voormann Signature „Rusha“.

Hier noch ein Auszug aus meinen Lieblingsalben: ■ Bela Fleck and the Flecktones: „Outbound“ ■ Led Zeppelin: „II“ und „III“ ■ Santana: „Caravanserai“ ■ The Billy Cobham/George Duke Band: „Live on tour in Europe“ ■ Gnawa Diffusion: „Algeria“ ■ Paco de Lucia, Al Di Meola, John McLaughlin: „Friday Night in San Francisco“ Viele Grüße, Ana

schaffen! In diesem Sinne, bassige Grüße und Rock’n’Roll! Maria von Morgenrot.

www.morgenrot-band.de


Hallo, ihr Bassverrückten! Ich bin Maria, bin 25 Jahre alt und seit 2006 Bassistin der Deutschrockband Morgenrot aus Saalfeld in Thüringen. Bereits in meiner frühen Kindheit bin ich voll und ganz der Rockmusik verfallen und begann im Alter von nur sechs Jahren mein erstes Instrument zu spielen. So war ich einige Jahre begeisterte Keyboarderin, bevor schließlich meine erste Gitarre unterm Weihnachtsbaum glänzte und ich zwei Jahre lang Unterricht an einer Musikschule bekam.

Doch als man mir ein paar Jahre später dann plötzlich eine Bassgitarre in die Hand drückte, war das Liebe auf den ersten Blick! Unsere damalige Bassistin hatte die Band spontan verlassen und das Keyboard wurde von meinen Bandkollegen schnell als überflüssig erklärt. So wurde ich von der Keyboarderin zur Bassistin. Ich war voll und ganz in meinem Element und habe mir oft nächtelang die Finger wund gespielt. Die Bassgitarre ist bis heute meine große Leidenschaft: Der Tag kann noch so mies, die Laune noch so schlecht und die Alltagsprobleme können noch so groß sein – ich nehme den Bass in die Hand, regele den Verstärker auf Anschlag, und die Welt ist wieder in Ordnung!

Aktuell bin ich mit meinem Ibanez 5-Saiter SR705 unterwegs. Ich liebe den knackigen Sound aus der Kombination eines EBS Reidmar- Topteils und einer Peavey-4x10"-Box. Hauptsächlich zupfe ich die Saiten mit den Fingern. Das gefällt mir vom Feeling und vom Sound her am besten und macht mir am meisten Spaß, denn der steht bei mir an erster Stelle. Gelegentlich benutze ich auch mal das Plektrum – kommt ganz auf den Song und dessen Atmosphäre an.

Mit Morgenrot toure ich quer durch die Republik und spiele sowohl in kleinen Clubs als auch auf Festivals. Aber auch in kleiner Runde am Lagerfeuer rocken wir bei Steaks und Bier oft die Nächte durch. Meine Band ist wie eine Familie für mich! Die Musik und vor allem das Bassspielen sind für mich unumgänglich geworden und gehören, wie das Atmen, zu meinem Leben dazu. Musik ist der Spiegel der Seele: Man kann so viel mit ihr ausdrücken – eben das, was Worte manchmal nicht schaffen! In diesem Sinne, bassige Grüße und Rock’n’Roll! Maria von Morgenrot.  

www.morgenrot-band.de

 
Bass Professor 1/2013: Lady on bass. ShaniceBass Professor 1/2013: Lady on bass. ShaniceHallo zusammen!
Ich bin Shanice und ich spiele nun schon seit zweieinhalb Jahren Bass. Aber erst einmal von vorn: Ich bin 15 Jahre alt und gehe auf das Gymnasium. An meiner Schule gibt es eine Bigband: die „Mr. P.C. Bigband“. In dieser Band habe ich anfangs Tenorsaxophon gespielt. Bei einem Konzertaustausch mit der Bigband, welches wir damals mit einer schwedischen Partnerschule hatten, hat mich die schwedische Bassistin mit ihrem Bass wahnsinnig fasziniert: Dieses Instrument wollte ich auch spielen!
 
 
Mit der Akustikgitarre meiner Schwester habe ich mich an die Saiteninstrumente autodidaktisch herangetastet, bis sie mir dann einen elektrischen Bass von Yamaha geschenkt hat. In der Bigband habe ich schließlich das Saxophon gegen den Bass eingetauscht und fühle mich seither in der Bassistenrolle pudelwohl. Sogar so wohl, dass ich vorhabe, mich nach dem Abitur in der Musikbranche zu versuchen. Aber das ist ja noch etwas hin...

Bass Professor 1/2013: Lady on bass. Shanice

Kürzlich habe ich meinen eigenen Traumbass zusammen mit Rüdiger Ziesemann bei Bassline in Krefeld gebaut. Aufmerksam geworden bin ich auf die „Build Your Bass“-Workshopreihe durch einen Beitrag im BASS PROFESSOR. Innerhalb von zwei Wochen haben wir den Bass geplant und gebaut, und ich habe in dieser Zeit wahnsinnig viel über den Bass an sich gelernt. Aber auch über Hölzer, Hardware und Tonabnehmer weiß ich jetzt Bescheid und überlege jetzt schon, wie mein nächster Bass aussehen soll. Jetzt bin ich gespannt, wie sich der Bass in den Sound der Bigband eingliedern wird und was mir die Zukunft mit meinem neuen Werkzeug bringen wird. Fotos aus meiner tollen Zeit bei Bassline findet ihr auf der Bassline-Homepage: www.bassline-bass.de/build-your-bass-12
 
Viele Grüße, Shanice
 
 
Bass Professor 1/2013, Ausgabe 68, Seite 36
 
 
 
Bass Professor 1/2013, Lady on Bass: Sue SchuhHi, mein Name ist Sue Schuh, a.k.a. Kissfi shSue. Ich wohne in Krefeld, bin Modedesignerin und entwerfe ausgefallene Strickmode, wie man auf dem Bild sehen kann. Das ist zwar nicht mein Ausbildungsberuf, denn ich bin eigentlich Managementassistentin. Aber Design ist, was mir wohl am meisten liegt, und darüber hinaus ein Traum von mir, den ich derzeit versuche zu verwirklichen.
 
Meine Beziehung zur Musik ist tief und langjährig. Mein ganzes Leben lang höre ich schon viel Musik; hauptsächlich Rock, Rock und nochmal Rock!!! Die Beziehung zu Musikinstrumenten war jedoch bislang nicht so vorhanden: Als Kind wurde ich mal genötigt, Melodika (ein schreckliches Instrument!) zu spielen. Da ich den Unterricht schnell wieder hingeschmissen habe, kamen meine Eltern dann später meinem Wunsch, Gitarre zu lernen, leider nicht mehr nach... Doch sollte sich meine Begegnung mit einem Instrument doch noch ereignen, als ich jemandem bei seiner Hausmusik zuhörte: Gitarre und Schlagzeug, Song: 21 Guns. Unverhofft bekam ich dort dann einen Bass in die Hände gedrückt – mit der Aufforderung, mitzuspielen. Ich hielt das zunächst für einen schlechten Scherz und wollte mich weigern. Aber nachdem man mir ein paar einfache Töne zeigte, lief es sofort richtig gut, und ich fühlte mich verdammt wohl mit dem Bass. „Liebe auf den ersten Griff“, so könnte man es wohl nennen.
 
Ich bekam dann genau diesen Bass, einen J&D, geschenkt, und meiner „Musikerkarriere“ stand nichts mehr im Wege. Ich lieh mir von einem Bekannten einen Verstärker und fing an, auf Youtube kleine Basslessons zu absolvieren. Doch da war er wieder: der Melodikaeffekt. Es machte mir so einfach keinen Spaß und ich beschloss, dass ich es anders angehen müsse. Ich suchte mir Bass-Tabs im Internet. Anfänglich konnte ich die Qualität und auch die für mich passende Spielstärke noch nicht einschätzen, aber das hat sich inzwischen geändert, denn mittlerweile ich kann sehen, ob sich Tabs für mich eignen oder nicht.
 
Inzwischen ist das eine richtige Liebe... mein Bass und ich! Ich blogge auch über meine Fortschritte und darüber, wie es ist, als Autodidakt zu versuchen, Bass spielen zu lernen und auf was für Hindernisse man dabei trifft.
 
Bass Professor 1/2013, Lady on Bass: Sue SchuhInzwischen habe mich deutlich gesteigert und spiele sogar nicht mehr nur mit einem Finger. Das Entscheidende für mich ist aber in erster Linie, dass es mir Spaß macht. Natürlich habe ich auch die Motivation, mich deutlich zu verbessern, und lasse keine Gelegenheit aus, von guten Spielern etwas zu lernen. Unterricht hatte ich jedoch bisher leider nicht, da mir Zeit und Geld fehlen – ich denke aber, das kommt demnächst, weil ich ansonsten zu schnell an meine Grenzen stoßen werde.
 
Wenn ich mal eine Pause brauche oder Stress oder Frust habe, greife ich zu meinem Bass und drehe die Boxen auf, und es geht mir gleich besser. Inzwischen singe ich auch ab und zu mal dazu – zuletzt habe ich das ernsthaft in der Schule getan. Ich empfi nde das als Herausforderung, weil es natürlich viel schwerer ist, gleichzeitig zu spielen und zu singen. Anfänglich ging das auch erst mal so gar nicht. Ich kann nur jedem sagen, dass Bass ein wirklich tolles Instrument ist, weil man damit schnell etwas erreichen kann. Die Steigerung nach oben ist natürlich offen! Ich möchte aber auf jeden Fall meinen Bass nicht mehr missen, und ebenso wenig die Möglichkeit, selbst Musik zu machen, anstatt sie nur zu hören. Diese Art des Genusses ist einfach nicht vergleichbar.
 
/me out – Sue
 
Bass Professor 1/2013, Ausgabe 68, Seite 41
 
 
 

Hallo, liebe Leser! Das Universum. Unendliche Weiten. Halten wir kurz inne, während die Welt in den 60ern des 20. Jahrhunderts eine Vollbremsung vollführte und mich rauswarf. Die wilden 60er: Zu jung, um freie Liebe zu skandieren, zu alt, um in den Kindergarten zu gehen, lernte ich durch meinen Dad Swing, Jazz, Blues und Rock’n’Roll kennen und lieben. Ich war infiziert!
Geboren war somit der Gedanke, dass Musik besser ist als Schule. Kaum war es ausgesprochen, durfte ich Klavier lernen: drei Jahre Langeweile pur! Ich schmiss das Lassie-geschmückte Handtuch und widmete mich den üblichen Mädchensachen: Motorrädern.
Die Jahre vergingen und die Siebziger standen vor der Tür. Als ich sie öffnete, begegnete ich meiner ersten großen Liebe: Slade. Ein Konzert in der Düsseldorfer Philipshalle war der Startschuss, denn obwohl mich Noddy Holders Sangeskünste in den Orbit schossen, traf mich doch Jimmy Leas Bass wie ein Dum-Dum- Geschoss mitten in den Bauch. Jetzt wusste ich, was mir fehlte: Ich brauchte BASS!
Und schon 17 Jahre später war es dann soweit. Denn meine Ahnen brauchten einen vernünftigen Schulabschluss und eine Ausbildung: Ich wurde Justizangestellte. Als Ausgleich zu diesem wahnsinnig interessanten Beruf wird man entweder debil oder man macht Musik – ich entschied mich für beides! Mein Debüt als Bassistin gab ich in einer Blues-Band, da dies die einfachste Form des Vier-Saiten-Quälens darstellt. Ich bekam einen Hoyer von meinem besten Freund geschenkt und kaufte mir einen Peavey MK III.
Später folgten diverse Bands, und dann kam der „Faltenrock“ – passend zum Face. Selbst heute habe ich nicht die blasseste Ahnung, warum meine Hardrock-Band zur Jahrtausendwende mit Achtziger Jahre Hardrock einen Plattendeal bekam. Lustigerweise stritten sich die Bandmitglieder um die Ausschüttung der bösen GEMA, denn obwohl wir in Deutschland kaum Copies verkauften, hatten die Japaner viel Freude mit dauergewellten Matten, Klaus-Meine-ähnlichem Gejohle – und unserer Mucke, die ich mit einem zwischenzeitlich erworbenem Ibanez Soundgear 1000 (BJ ca. 1991) und einem 400 Watt Craaft Solton Mosfet dahinhupte. Aufgrund dieser – wie sagt man so schön? – Differenzen stieg ich aus.
 
Den Ibanez allerdings habe ich nie verlassen – und glücklicherweise er mich auch nicht. Er ist einfach perfekt für jemanden, der nicht basteln will, sondern bassen. Das Beste an diesem Juwel ist die Bespielbarkeit: Man fliegt ohne Pilotenschein das Palisanderbrettchen rauf und runter, und die Bünde halten, ohne abgerichtet zu sein, seit der Geburt dieser Kostbarkeit – und das ist über 20 Jahre her.
 
Da ich immer auf verschiedene Genres stand, hatte ich auch immer zeitgleich mehrere Bands und entdeckte meine zweite große Liebe: Ich legte mir meinen ersten Ampeg (SVT „1“, black face) zu. Für den passenden Kühlschrank fuhr ich 900 km, aber es hat sich gelohnt, denn den Krempel spiele ich heute noch. Seitdem nannte man mich „Demolition-Woman“, weil ich den SVT 1 mit einem SVT 2 (damals noch kein „pro“) und zwei Boxen „verkuppelte“, was zur Folge hatte, dass die Kaffeetassen aus den Regalen hüpften und ihre Henkel einbüßten. Es folgten ein Fender Preci von 1976, ein Fender Jazz Bass, das Beast von B.C. Rich, etc. Ich habe mittlerweile den Überblick verloren, schätze aber die Bassabteilung auf etwa 15 Exemplare. Die Gitarrenabteilung ist mit drei Äxten übersichtlicher. Bassgirl Heike Müller, BP5/2012Was mir jetzt noch fehlt, ist ein Mann: Der klassische Music Man. Dafür muss ich aber erstmal umziehen, da einige der Viersaiter schon als Kleiderständer dienen.
 
Garstic, eine „Frickel Nu Metal Band“, annektierte mich, obwohl unsere selbstverfassten Songs eher einer mathematischen Gleichung ähneln. Ich hatte nie Probleme damit, dass ich eine Frau bin. Die Sympathie zählt, das Talent, und der Sprit im Tank. Die Jahrtausendwende beförderte nicht nur diverse Weltuntergangssektengrüppchen ins Jenseits, sondern auch einen alten Traum von mir zutage: eine Metalcoverband, da ich die alten Maiden, Saxon, Accept, Dio, Black Sabbath etc. liebe. Vor allen Dingen Gottheiten wie Steve Harris oder T.M. Stevens. Letzterer gab mir auch den Namen „Bass Sistah“, womit dieses Rätsel gelöst ist. Bei einem Konzert stellte ich mich unbemerkt hinter ihn und legte meine Arme nicht nur um die Körpermitte von Thomas Michael, sondern auch direkt los. Sprich: Das Publikum sah T.M. und meine weißen Arme sowie Hände, die seinen Warwick malträtierten. G-Man und Michael groovten sich sofort mit ein und es war ein Riesenspaß. T.M. rief: „You are my Bass Sistah“!
Aktuell fühle ich mich wie die Prinzessin auf der Erbse, weil ich mit meiner Band Rockscars das außerordentliche Glück habe, mit menschlich und musikalisch unglaublich guten Leuten zu mucken. Denn trotz allem – für mich zählt in erster Linie, dass ich meine Bandkollegen mag. Denn eines habe ich gelernt: NO DIVAS! In diesem Sinne… ob Männlein, ob Weiblein: Rockt, was das Zeug hält – egal, was andere sagen! Eure Heike – aka „Bass Sistah”
 
Internet ■ www.facebook.com/bass.sistah Rockscars (Rock-/Metalcover) ■ www.facebook.com/rockscars.band Garstic (Frickel Metal) ■ www.garstic.de


Petra GierschewskiHallo, liebe Leser! Ich heiße Petra Gierschewski und startete vergleichsweise spät (mit 37 Jahren!) als Autodidaktin mit dem Musikmachen. Ich begann zunächst mit der Gitarre und stieg schließlich nach sieben weiteren Jahren auf den Bass um. Seit nunmehr drei Jahren spiele ich jetzt Bass in einer Classic Rock Band und gedenke noch sehr lange dabei zu bleiben.
Aber wie kam ich plötzlich auf den Bass, der mich zur Anfangszeit gar nicht interessiert hatte? Das kann ich euch sagen, der mächtige Sound, der durch die Anlage direkt durch den Magen in die Weite donnert, hat mich davon überzeugt, dass das Bass spielen einfach meine Bestimmung ist.
Meine neuste Errungenschaft ist der Uku-Bass von Ortega, der klingt einfach fett und ist so superleicht und handlich – bei meiner stattlichen Größe von 1,60 cm ist das einfach genial! Darüber hinaus besitze ich noch den Fender Deluxe P-Bass Special – in Kombination mit dem Uku-Bass und meiner Marshall-Anlage ist dieses Setup sicherlich wie immer Geschmacksache, für mich aber absolut unschlagbar.
 
Ich kann sagen: Für mich ist Bassspielen unverzichtbar geworden, die wöchentliche Probe ist immer wieder mein persönliches Wochen-Highlight. Es grüßt euch Petra aus Niedersachsen
 
Bass Professor 5/2012, Ausgabe 67, Seite 64

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Bass Talk

  • Tm Stevens
    TM Stevens an Demenz erkrankt!

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  • Ida Nielsen beim diesjährigen FEEL THE BASS am 15. Oktober in Mannheim.



     
  • Holger Czukay
    * 24. März 1938, † vor oder am 5. September 2017.
    Am 5. September 2017 wurde Czukay im „Can-Studio“, einem ehemaligen Kino, das er auch als Wohnung nutzte, in Weilerswist bei Köln von einem Nachbarn tot aufgefunden.
    Das Studio war sein Instrument. Er spielte Bass, weil man die Fehler nicht so hört, studierte bei Karlheinz Stockhausen bei dem er den Mut zum Risiko gelernt hat.
    Zusammen mit Irmin Schmidt gründete er 1968 "THE CAN". CAN beeinflußte ganze Generationen von Musikern und gilt als Gründer des Krautrock. ... Ich erinnere mich gerne an ein magisches CAN Konzert im Amphitheater von Arles im Sommer (1975?).   ... Holger trat mit weißen Glacé-Handschuhen auf.

    Cool in the pool


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Strings:

5-saiter Bässe

Test:
SR2000, Signature Series, Blue Steel, Blue Steel Nickel Plated, Helix SS, Helix NPS
Obwohl man bei Dean Markley bereits seit 1972 Saiten produziert, zählte das Unternehmen nie zu
den Riesen in der Branche. Dennoch hat Dean Markley gerade für uns Bassisten ein paar bemerkenswerte
Drähte im Angebot.

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FAQ

  • 1. Teil: Einstellen des Halswinkels +

    Willkommen zur neuen Rubrik zum Thema „Bass Service“. Die Rubrik soll euch bei Einstellarbeiten aller Art am E-Bass helfen. Nach Read More
  • 2. Teil: Halseinstellung +

    In der ersten Folge dieser Reihe (BP 1/2010) haben wir euch Tipps gegeben, wie man den Hals in die ideale Read More
  • 3. Teil: Einstellen der Brücke +

    Willkommen zur dritten Folge unseres Workshops auf dem Weg zum perfekt eingestellten Bass. In der ersten Folge haben wir dir Read More
  • 4. Teil: Saiten aufziehen +

    Früher oder später erwischt es uns alle einmal – es sei denn, man baut ganz im Geiste von St. James Jamerson Read More
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    Wer die Reihe „Mein Bass und ich“ von Anfang an mitverfolgt hat, weiß nun, wie sein Bass mechanisch funktioniert und Read More
  • 6. Teil: Tonabnehmer-Special +

    Neben einer Veränderung der Humbucker-Verschaltung (für die man natürlich mit einem Lötkolben umgehen können sollte), lässt sich an einem Pickup Read More
  • Mein Bass & Ich: Soundfiles +

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